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Presseinformation - Pressemitteilungen - Pressemeldungen |
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Presseinformation - Pressemitteilungen - Pressemeldungen
*Prof. Monika Medick-Krakau über
den anstehenden Dresden-Besuch
des
US-Präsidenten*
Der Präsident der Vereinigten
Staaten von Amerika besucht in
dieser
Woche die sächsische
Landeshauptstadt. Ein
historisches Ereignis für
Dresden, oder doch eher etwas
für das politische Protokoll?
Martin
Morgenstern hat darüber mit
Monika Medick-Krakau, Inhaberin
der
Professur für Internationale
Politik am Institut für
Politikwissenschaft
und am Zentrum für
Internationale Studien (ZIS) der
TU Dresden, gesprochen.
weitere
Presseinformationen finden Sie auf dieser Seite:
/Frau Prof. Medick-Krakau, ist
Barack Obamas Besuch ein
Zeichen, dass
die transatlantischen
Beziehungen gerade zum „Alten
Europa“ wieder etwas
entspannt sind?/
Medick-Krakau: Für die Stadt
Dresden ist Präsident Obamas
Besuch
sicherlich ein historisches
Ereignis. Gewöhnlich gilt ja der
Besuch
eines amerikanischen Präsidenten
der Hauptstadt, und es hat
deshalb ja
auch kritische Fragen aus Berlin
gegeben. Wie seine Berater
sagten, hat
Präsident Obama ein besonderes
Interesse an den neuen
Bundesländern, und
da ist es vielleicht nicht allzu
verwunderlich, dass er Dresden
gewählt
hat, die Stadt, die Altes und
Neues verbindet und die auch für
Versöhnung steht: den
Wiederaufbau der Frauenkirche
haben Menschen
überall in der Welt unterstützt.
Wir alle wissen, dass es in den
transatlantischen Beziehungen
seit
Beginn dieses Jahrzehnts
zunehmende Entfremdung und viele
Zerwürfnisse
gegeben hat. Seit Obama
Präsident geworden ist, hat eine
neue Phase der
Kooperation begonnen. Seine
Beliebtheit hängt sicher auch
damit – aber
nicht nur damit – zusammen. Das
heißt nicht, dass es keine
divergierenden Interessen und
keine Meinungsunterschiede
zwischen den
USA und Deutschland
(beziehungsweise Westeuropa)
mehr gibt. Das heißt
aber, dass die amerikanische
Seite von sich aus die
Kooperation
intensiviert, dass sie
informiert, konsultiert und, wie
Obama selbst
immer wieder betont, den
Europäern zuhören will. Gerade
in den
gegenwärtigen
weltwirtschaftlichen Turbulenzen
zeigt sich, dass die USA
und Europa einander brauchen.
/Welche bildungspolitischen
Ziele wird Obama verfolgen?
Würde ihm das
Modell der TU Dresden
(staatliche Bildungsförderung)
gefallen, oder
würde er größeres
privatwirtschaftliches
Engagement fordern?/
Obama und seine Frau verdanken
ihr Studium an der Harvard
University
Stipendien und kompensatorischen
Programmen, die begabte junge
Leute aus
Minderheitengruppen fördern.
Chancengleichheit im
Bildungssystem liegt
dem Präsidenten daher besonders
am Herzen. Allerdings ist die
Rolle der
Bundesregierung in Washington im
Bereich der Bildungspolitik
beschränkt, wenn auch der
Spielraum für Bundesprogramme
etwas größer ist
als in unserem föderalen System.
Selbstverständlich haben auch
die USA
ein System öffentlicher
Bildungsfinanzierung (alle
öffentlichen
Universitäten erhalten
Staatszuschüsse), aber ebenso
selbstverständliche
verlangen auch
Staatsuniversitäten und auch
lokale Colleges
Studiengebühren. Etwas anderes
wird sich auch Obama schwerlich
vorstellen können. Sozial
abgefedert ist dieses System
zunächst durch
staatlich garantierte
Studienkredite, und in diesem
Bereich möchte die
Obama-Administration die
Bundeskompetenzen gern stärken.
Auch gibt es
eine Vielzahl von Stipendien,
die überwiegend aus
Stiftungsmitteln oder
privat finanziert werden.
Privates Engagement –
bürgerschaftliches
Engagement, keineswegs nur von
Wirtschaftsunternehmen - gehört
zum guten
Ton; jeder der es sich irgend
leisten kann, unterstützt
„seine“
Universität mit Zuwendungen. Das
ist etwas, was wir vielleicht
von der
amerikanischen Gesellschaft
lernen können.
/Sicherlich ist der Besuch auch
ein Ansporn für die Studierenden
des
Zentrums für Internationale
Studien (ZIS) hier an der
Universität.../
Die Studierenden des Zentrums
für Internationale Studien (ZIS)
hätten
gern die einmalige Gelegenheit
ergriffen, den amerikanischen
Präsidenten
höchst persönlich zur neuen
amerikanischen Weltpolitik zu
befragen. Sie
haben dazu trotz der geringen
Chancen die Initiative
ergriffen. Dies
zeigt das besondere Interesse
und Engagement der Studierenden
der
Internationalen Beziehungen;
beides fördern wir durch die
Aufmerksamkeit, die wir im ZIS
der amerikanischen Außenpolitik
und den
transatlantischen politischen
und wirtschaftlichen Beziehungen
widmen.
In der Lehre am ZIS haben diese
Themen nicht erst seit der
spannenden
Auseinandersetzung um die
Bush-Nachfolge – die Prof. Paul
Rundquist,
amerikanischer Gast am ZIS, im
vergangenen Winter den
Studierenden
nahegebracht hat – sondern seit
vielen Jahren ihren Platz, denn
es
handelt sich um Fragen, zu denen
ich selbst und mehrere meiner
Kollegen
forschen. Die Position der USA
spielt auch für die Rolle der
UNO im
internationalen System, für
Klimaschutz und
Entwicklungspolitik und
Menschenrechte und für andere
Themen, für die sich
Völkerrechtler,
Politikwissenschaftler und zum
Teil auch
Wirtschaftswissenschaftler
interessieren, eine wichtige
Rolle.
In diesem Sommer beschäftigen
sich ZIS-Studierende – passend
zum
Obama-Besuch – in einem
Forschungsseminar mit der Frage,
welche
Herausforderungen und Chancen
die neue amerikanische
Weltpolitik für die
deutsche und europäische
Außenpolitik bereithält. Wenn es
auch kein
Interview mit dem amerikanischen
Präsidenten geben wird, so
werden wir
doch demnächst bei einem Besuch
im Bundeskanzleramt den
außenpolitischen
Berater der Kanzlerin dazu
befragen können.
/Informationen für Journalisten:
/
M.A. Alexander Brand, Tel. 0351
463-35712, E-Mail:
alexander.brand@tu-dresden.de
Dresden, 4. Juni 2009
--
Pressestelle TU Dresden
01062 Dresden
Tel. 0351 463-32398
Fax 0351 463-37165
pressestelle@tu-dresden.de
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Es gibt verschiedene P Schulen.
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